Rückblick 2005:

 
   


Dillmann Kunstmarkt
- Non Scolae, sed vitae discimus!
Ort: Sporthalle des Dillmann-Gymnasiums, Forststraße 43, S-Mitte
Zeit: Sa 26.11.05 und So 27.11.05, jeweils 11-20 Uhr
Vernissage: Sa 26.11.05, 11:30 Uhr

In einer Zeit im knapper werdender öffentlicher Kassen wird das private Engagement immer wichtiger - auch in der Bildung. Während es viele Kollegen beim Jammern belassen, haben sich einige ehemalige Schüler und Eltern von Schülern des Stuttgarter Dillmann-Gymnasiums zusammengetan und die "Dillmann Stiftung" gegründet. Ziel: die nachhaltige Verbesserung der schulischen Rahmenbedingungen. Konkretes Ziel: Der Neubau einer zweigeschossigen Aula, um endlich Abi-Feten, Aufführungen, Vorträge und Ausstellungen in ansprechendem Rahmen durchführen zu können.

Die Stifter wissen: "Ganzheitliche Bildung ist mehr als nur die Vermittlung von Sachkompetenz und Fachwissen". So wird die Begegnung mit der zeitgenössischen Kunst als bedeutender Faktor für die Persönlichkeitsbildung erachtet. Mit dem Kunstmarkt "Dillmann Contemporary", die am 26. und 27. November von 11 bis 20 Uhr in der hauseigenen Sporthalle (Forststraße 43) stattfindet, schlagen die Dillmänner zwei Fliegen mit einer Klappe. Erstens werden die ausgesuchten jungen Stuttgarter Künstlerinnen und Künstler zahlreiche kreative Anregungen geben. Zweitens wird mit einem Teil des Erlöses die Finanzierung der neuen Aula unterstützt.

Mit dem Untertitel "Non scolae, sed vitae discimus!" (auf deutsch für alle Nicht-Lateiner und Asterix-Verächter: "Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir") wird das Potential der Kunst, ein individuelles Fenster zur Welt zu bieten, angedeutet. Ein Großteil der Künstler wird extra für die Ausstellung spezielle Werke oder Auflagen schaffen. Das Gros der Preise wird - Weihnachten liegt vor der Tür - unter 250 Euro liegen. Wer jetzt noch zweifelt, den werden die Namen überzeugen:

Die Fotosommer-Teilnehmer Marc Dittrich, Andreas Körner und Yves Noir werden Fotografien beisteuern. Hans Pfrommer, Wolfgang Neumann, Markus Hallstein, Ute von Heubach, Kiki Perleberg und andere werden Gemälde und Papierarbeiten präsentieren. Die Arbeiten von Susanna Messerschmidt und Angela Murr werden den dreidimensionalen Raum erobern. Hartmut Landauer, seit einiger Zeit im spanischen Exil lebend, wird extra eine Auswahl seiner neuesten, zwischen Landschaft und Abstraktion, Gemälde und Relief changierenden Arbeiten per Kurier schicken. Passend zur kommenden WM zeigt Julia Rein in Öl gemalte Fußballer auf lieblichen Tapetenmustern. Bea Bolesch und Elin Doka erschaffen eine Installation, die mit käuflichen Objekten bepflanzt ist. Und Dorothea Schulz wird am Samstag mit dem Rapidographen - mehr oder weniger auffällig - live zeichnen und dabei auch aufgeschnappte Äußerungen als Sprechblasen ihrer Figuren zu Papier bringen. Wer Glück hat, kann also möglicherweise seine eigenen Worte seinen Liebsten als Zeichnung unter den Weihnachtsbaum legen.

Marko Schacher


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