Rahmenprogramm zur 6.
Internationalen Foto-Triennale Esslingen 2004 (18.7. - 3.10.2004)
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Die 6. Internationale Foto-Triennale Esslingen wurde durch ein attraktives und facettenreiches Rahmenprogramm begleitet. Wie bei den letzten Foto-Triennalen wurden durch das Rahmenprogramm mit der Galerie im Heppächer, dem Schwörhaus und dem Stadtmuseum weitere kulturvermittelnde Institutionen Esslingens bespielt - und so die Hauptspielstätten Villa Merkel und Bahnwärterhaus ergänzt. Mit der "Kochlöffel"-Filiale, dem Gartenhaus im Merkelpark, diversen städtischen Schaukästen und öffentlichen Plakatierflächen wurde das Spektrum der Ausstellungsorte Richtung "Off-Spaces" erweitert. Um dem Rahmenprogramm
auch diesmal wieder ein individuelles "Gesicht" zu verpassen,
wurde der Stuttgarter Kunstwissenschaftler Marko Schacher als Kurator
des Begleitprogramms involviert. Ganz bewusst nicht am Thema des Hauptprogramms
orientiert, sondern als Ergänzung der in der Villa Merkel und dem
Bahnwärterhaus präsentierten klassischen Fotografie gedacht,
wurden 27 lokale Künstlerinnen und Künstler bzw. Künstlergruppen
mit individuellen Positionen zur Teilnahme aufgefordert. |
| Eine zwischen den zwei-
und den dreidimensionalen Arbeiten vermittelnde Aufgabe nehmen die Skulpturen
und Wandarbeiten von Volker W. Hamann und Franziska Schemel ein, welche
die gewohnten Grenzen zwischen Skulptur, Malerei und Fotografie sprengten.
Ein besonderes Highlight waren die interaktiven Rauminstallationen von "Dein
Klub" und Elisabeth Smolarz, bei denen sich die Besucher - in Fortsetzung
der Tableaux Vivant-Tradition - als Schauspieler im Remake von Kevin Costners
Hollywoodepos "Waterworld" versuchen durften oder sich am Computer
als Medienstar inszenieren lassen konnten. Das Changieren zwischen öffentlicher und privater Sphäre, das eine Vielzahl der Exponate thematisierte, wurde durch die Einbeziehung öffentlicher Präsentationsflächen in das Rahmenprogramm pointiert. So hat zum Beispiel Kathrin Wörwag ein Bild aus dem Archiv der "Esslinger Zeitung", in dem es thematisch um die Wiederherstellung von Ordnung im öffentlichen Raum geht (Putz-Aktion gegen Graffities), durch Schauspieler am ursprünglichen Handlungsort nachgestellt und die entstandenen Fotografie an eben diesem Platz wieder als Großflächenplakat in den Stadtalltag integriert. Christoph Frick hat die Besucher gebeten, ihre Portemonnaies zu öffnen und scannen zu lassen. In den Schaukästen der Fußgängerunterführung Am Kleinen Markt erzählten Hunderte dieser abgelichteten Geldbeutel ihre eigene private Geschichte. Mit der Lichtbildnergruppe Esslingen, der Lazi-Akademie, der Kreissparkasse Esslingen und dem Atelier Rosy Albrecht beteiligten sich vier weitere Institutionen mit in Eigenregie erstellten Beiträgen am Rahmenprogramm. Um die teils beabsichtigte, teils auch unbewusste und unterschwellige inhaltliche Vernetzung der Exponate zu thematisieren, erschien zum Rahmenprogramm statt einem Katalog ein 21-teiliges Leporello, bei dem alle Werk-Abbildungen optisch miteinander kombiniert werden können. In der Villa Merkel kann das Leporello nach wie vor für 2,50 Euro erworben werden. |
Weitere Infos:
>> Auflistung aller Ausstellungsorte
>> Künstlerliste mit Bildern, Exponat-Infos
und Biografien
>> Kontakt- und Linkliste
>> Überblickskarten zu den Ausstellungsorten
>> Foto-Ansichten von den Ausstellungsorten
>> Informationen zum Hauptprogramm der Foto-Triennale
2004
>> Informationen
zum Kurator des Rahmenprogramms (Link)
>> Informationen zum Katalog-Leporello