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Auswahl aus der "Stars & Stripes"-Serie im Schwörhaus |
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Frank Aumüllers Anliegen ist die Auseinandersetzung mit dem Individuum. Mit der Identität in unserer von Medien beherrschten Gesellschaft. Mit Persönlichkeit und Persönlichkeiten: Who is who - und wer ist "wichtig"? Er kreiert und zeichnet Bilder auf, die ein Universum der Illusionen und einer irrealen Wirklichkeit widerspiegeln. Mit STARS & STRIPES bedient er sich populärer Begriffe und führt sie sozusagen in ihrer originären Bedeutung ad absurdum. Naheliegend, und in frühen wie in aktuellen Arbeiten vertreten, ist dabei das Prinzip der Austauschbarkeit, die Aumüller künstlerisch auf verschiedene Art und Weise thematisiert. Seine Bilder repräsentieren die Diskrepanz zwischen tatsächlicher Erscheinung und Artefakt in eindrücklicher Form.
STARS & STRIPES im wahrsten
Sinn: Die "Popular people" dominieren die durchgestylte Anonymität
der Medienwelt. Es sind weder Charakterstudien noch mediengerechte Images, vielmehr
fast bis zur Unkenntlichkeit verfremdete Portraits von Menschen. Aumüller
hält dem Betrachter mit diesen "Streifen-Bildern", in den unterschiedlichsten
und raffiniertesten Farbvariationen, spielerisch den Spiegel einer verzerrten
Wirklichkeit vor. Wie in seinen Puzzle-Serien fasziniert ihn hier wieder das
Raster. Er fotografiert Fernsehbilder, die von horizontalen und vertikalen Streifen
geprägt und durchzogen sind.
Andy Warhol´s Prophezeihung, dass im Medienzeitalter jeder - sowohl der
anonyme als auch der öffentlich bekannte Mensch - für 15 Minuten weltberühmt
sein kann, hat sich heute mehr als bestätigt. So sind die Bilder von F.
A. keine Stütze des öffentlichen Gedächtnisses mehr, sondern
zehren von der gleichen vergänglichen Neugier wie die Medien.
Durch elektronische Bildbearbeitung wird die lineare Struktur des Fernsehbilds
hervorgehoben, seine Flüchtigkeit entschlüsselt und sichtbar gemacht.
Die verstärkte Struktur des Bildes gewinnt in dem Maß an Gewicht,
wie die Erkennbarkeit des im TV-Sujet Abgebildeten abnimmt: Eine Ästhetik
des Verschwindens - der Mensch tritt hinter seiner medialen, elektronischen
Präsenz zurück - "Form follows funktion" ...
Iris Boger
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Biografie:
1960
geboren in Stuttgart
1982-1989
Studium der Kunsterziehung an der an der Staatlichen Akademie der bildenden
Künste Stuttgart,
bei Professor K.R.H.Sonderborg
1989-91
Aufbaustudium Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste
Stuttgart,
bei Professor P.U.Dreyer
1993
Stipendiat der Kunststiftung Baden - Württemberg
1994
Kunstpreis der Diözese Rottenburg-Stuttgart
1995
Microsoft Kunstpreis
1996
Stipendium an der Cité Internationale des Arts, Paris
2000-04
Lehrauftrag an der Filmakademie Ludwigsburg im Fachbereich Szenenbild
2001
Atelierstipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg in Berlin
2002
Lehrauftrag an der E.A. Arndt Universität Greifswald, am Caspar-David-Friedrich-Institut
für Kunstwissenschaften
2004
Kunstpreis der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Einzelausstellungen:
1985, 86, 89
Galerie Ralph Wernicke, Stuttgart
1991
Staatliche Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart
Galerie Achim Kubinski, Stuttgart
1994
"Als wärs ein Stück von mir", Galerie Klaus Peter Goebel,
Stuttgart
1995
Kunststiftung Baden-Württemberg, Stuttgart
1997
"C.I.A.- Teil 1", Institut Francais de Stuttgart
"C.I.A. - Teil 2", Galerie Klaus Peter Goebel, Stuttgart
"C.I.A. - Teil 3", Goethe Institut, Paris
"Le Parvis", Centre Méridien, Tarbes-Ibos
1998
"Face to Face", Forschungsstelle für Psychotherapie, Stuttgart
"Adventures of Identity", Goethe Institut, Sydney
"A Portrait of contemporary Society", Art Museum, Brisbane
1999
"Facing Reality", Gruner & Jahr Verlagshaus, Hamburg
2000
"Race - Colour - Identity", University of New South Wales, Sydney
2001
"Stars & Stripes", Galerie Klaus Peter Goebel, Stuttgart
2002
"Handmade", Galerie Klaus Peter Goebel, Stuttgart
2003
"Playing Games", Schauraum Ravensburg
Ausstellungsbeteiligungen:
1986
Galerie Ralph Wernicke, Stuttgart
1987
"Kunst mit Fotografie", Galerie Ralph Wernicke, Stuttgart
1988
"Fotografen", XPO - Galerie, Ida Kaufmann, Hamburg
1989
A.P.A.C., Nevers
Galerie Ils Arrivent, St.Etienne
D.R.A.C., Orleans
Ecole Regionale des Beaux Arts, Quimper
1991
Multimediale Karlsruhe
1992
KX - Kunst auf Kampnagel
1994
Ulmer Museum
Stadthalle Kehl
"Fotografie als Kunst", Sparkasse Pforzheim
1995
Städt. Galerie, Ostfildern
Kunsthalle, Göppingen,
SchloßBonndorf
Kunstmuseum, Singen
Ausstellung zum Microsoft Kunstpreis, CeBit Hannover
Ausstellung zum Kunstpreis der Diözese Rottenburg-Suttgart
1997
B&B-Galerie, Paris
1998
Hospitalhof, Stuttgart
"Arbeiten auf Papier", Galerie Klaus Peter Goebel
1999
Institut Francais de Stuttgart
2000
"Passagen / Übergänge", Galerie der Stadt Bühl
2001
"Editionen", Galerie Klaus Peter Goebel
"Fingerspitzengefühl", Galerie der Stadt Sindelfingen
"Retour de Paris", Akademie Schloss Solitude, Stuttgart
2002
B&B-Galerie, Helsinki
2003
"Die Verweigerung des Frank Au", Galerie Bumiller, Stuttgart
2004
SWR, Stuttgart
Internationale Foto-Triennale, Esslingen
Künstlerhaus und Stadthaus, Ulm
Landesvertretung Baden-Württemberg, Berlin
>> Informationen zum Katalog-Leporello