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Wandarbeiten mit integrierten Fotografien im EG und im 1.OG der Galerie im Heppächer |
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'Stadt' und 'Alltag in der Stadt' - mit diesen Themen beäschftigt sich
Franziska Schemel. Das Monotone und meist Starre der Lebensabläufe, das
sich Wiederholende, Gleichförmige, Schematisierte und auch Künstliche
unseres Lebens kommt in ihnen zum Ausdruck. In manchen ihrer Bilder hastet der
Mensch schemenhaft und entindividualisiert innerhalb einer Menschenmasse durch
eine formal reduzierte, abstrakte Großstadtwelt. Er hat keine Zeit mit
anderen in Kommunikation zu treten, ist in der Menge allein. Sein Leben und
seine Umwelt sind standardisiert, seine Wege durch die von Menschen geschaffenen
architektonischen Formen vorgegeben. In anderen Werken fehlt der Mensch gänzlich.
Es sind Bilder ohne Lebewesen, allein die abstrakten, sich gleichförmig
wiederholenden, vorwiegend geometrischen Formen der Stadtarchitektur bestimmen
den Eindruck von Erstarrung und Stereotypisierung unseres Lebens.
Neben diesen Arbeiten entstehen auch Werke, in denen gleichzeitig mit einem
kritischen Blick Ironie spürbar wird, so z. B. wenn sie sich mit Paarbeziehungen
und zwischenmenschlichen Kontakten beschäftigt. Ausgangspunkt für
ihre Bildideen ist die genaue Beobachtung der Umwelt. Sie werden in symmetrisch
angelegten Arbeiten, die sich aus meist monochromen Farbflächen aufbauen
und sehr regelmäßig von kleineren Farbformen, Liniengefügen,
aber auch Photografien, Gitterrosten, Gummisaugern u.ä. unterbrochen werden,
umgesetzt. Sehr charakteristisch für ihr Oeuvre kontrastiert in fast jedem
Bild ein materialhaftes, "neutrales" Graphitgrau zu wenigen, bunten
leuchtenden Farben und hufig schimmern durch diese Farbflchen noch andere
darunterliegende Farben, was ein Verweis auf ihre Arbeitsweise in Schichttechnik
ist.
Viele dieser Bildkompositionen könnten endlos weitergeführt werden
- es ist eine unermüdliche, nicht endenwollende Menschenkette und Formenreihe.
Letztendlich spielt nicht das Beschreiben, das Anekdotische und Erzählende
eine Rolle, sondern das Wiedererkennen solcher Abläufe, die Erinnerung
an Situationen, an Gefühle und Sinneswahrnehmungen innerhalb alltäglicher
Szenen. Das alltägliche Kommen und Gehen, das Innen und Außen und
stereotype Rhythmen bilden zentrale Motive ihrer Arbeit.
Für die Zukunft plant sie verstärkt Malerei und Photografie im Bild
miteinander zu verknüpfen, wodurch interessante Materialkontraste entstehen.
So auch in einer vierteiligen Komposition ohne Titel, das ein Endprodukt eines
über ein dreiviertel Jahr gehenden Schaffensprozesses ist. Es setzt sich
aus vielen übereinanderliegenden Bildern zusammen und so sind noch schemenhaft,
als flachreliefartige Erhöhungen Fuß- und Beinfragmente von Figuren
zu erkennen.
Eine durchgehende, schmale, gekrümmte gelbe Linie unterteilt die Bildflächen
asymmetrisch und verbindet zugleich die Bildsegmente miteinander. Je Segment
sitzt auf der Linie ein kleines, in die Leinwand hineinmontiertes Photo, das
verschiedene Gänge von U-Bahnstationen zeigt. Aufgrund des gleichförmigen
Rhythmus der Bildelemente - Linie, Fläche, Photo, Abstand der Segmente
zueinander - entsteht eine klare, regelmäßige Struktur. Linie, wie
Photos definieren unterschiedliche Kompositionsrichtungen, d.h. die Linie benennt
die "Horizontale", während die Photos den Blick in die Bildtiefe
des zunächst flächig erscheinenden Bildes hineinführen. Diese
"Nebenwege" scheinen in das Ungewisse, nach Innen zu führen.
Assoziationen an einen Hauptweg, einen Lebensweg, mit einzelnen Stationen, die
in das Unbekannte führen können, werden geweckt.
Dr. Christine Breig
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Biografie:
1961
in Frankfurt/Main geboren
1984-90
Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei
Prof. Dieter Groß und Prof. Erich Mansen
seit 1990
freischaffend
1992
1.Preis der Kreissparkasse Waiblingen
1992
Stipendium der Stadt Freudenstadt
1997
Stipendium des Centre de Art Contemporani Piramidon, Barcelona
lebt und arbeitet in Karlsruhe
Einzelausstellungen und Projekte:
1991
Galerie Kunsthöfle, Stuttgart und Galerie in der Mühle, Schorndorf
1992
Stipendium der Stadt Freudenstadt, Katalog
1993
Frankfurter Buchmesse, vertreten durch Kunsthaus Fischer, Stuttgart
1994
"Dreierbalz", Künstlerhaus Karlsruhe
1995
"Neue Bilder", Galerie der Gedok Karlsruhe
1996
"Franziska '96", Kunstverein Rastatt in der Pagodenburg
1997
Barcelona Centre de art contemporani Piramidon
1999
"Inzwischen", Art Galerie NO, Baden-Baden;
"Kunstinstallation 1999", Arthur Andersen, Frankfurt a.M.;
2000
Kunstausstattung für Hotel Arabella, München
"Bildobjekte-Objektbilder",Galerie Lenk, Darmstadt
Kunstmarkt Dresden, vertreten durch Art Galerie NO
2001
Art Strasbourg, vertreten durch Galerie Lenk, Darmstadt
"Bilder und Objekte", Galerie Kunsthöfle, Stuttgart
"Kunstraum Neureut", mit M. Schneider Karlsruhe
Hotel Meridien, München: Bildausstattung
2002
"Kunstinstallation 2002", Arthur Andersen, Frankfurt a. M.
"Bildobjekte", Galerie Mazzara, Basel (CH);
"Way out - 10 Jahre Kunststipendium", Freudenstadt
2003
"Jubiläumsausstellung" Firma ArtCrash, Karlsruhe
Öffentlicher Auftrag für Kunst am Bau, Eichendorffschule Karlsruhe
2004
"Expecting", Installation mit B.Schmitt, Orgelfabrik Karlsruhe-Durlach
"One Woman-Show", art-karlsruhe, vertreten durch die Art Galerie NO,
Baden-Baden
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