Konrad Schreyer


Auswahl-Pics:

Fotografien der Serie "sign und nicht sign" im 1.OG der Galerie im Heppächer (Stadtansichten mit angeschnittenen Verkehrschildern, Fahrbahnmarkierungen etc.)

 

   
 
   
 
   
 
   
 
   

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Drive-By-Shooting - stills from my film:

Der Bildhauer macht auch Bilder, nicht nur Räume. Durch die Stadt gehend, fahrend, fliegend über Autobahnen und Länder - alles fliegt vorbei, wahrgenommen mal flüchtig im Augenwinkel, mal frontal. Manchmal hakt sich das Bewusstsein an einem Eindruck fest, verbindet sich stärker mit einem einzelnen Eindruck, selektiert aus aus dem unendlichen Strom möglicher Bilder und Erfahrungen: Zeichen, Formen, Textfetzen, Sätze und Gesicher, Werbung, Waffen, Farben und Situationen. Urbane Strukturen mit Schaufenstern und Beton-Metallverbindungen, Bäumen, Menschen, Farben und Landschaften, Kontraste, Harmonien, Kraftvolles, Ruhiges, Schnelles, Assoziationen. Dann als Foto gespeichert, manchmal bearbeitet, verfremdet, abstrahiert, willkürlich oder thematisch gehängt, erzählen die gebannten Eindrücke Geschichten oder verknüpfen sie für den Erlebenden, ob Künstler oder Betrachter neue Zusammenhänge.Das Bewußtsein im laufenden Film des (Er-) Lebens: Ruhen auf verlangsamten Bildern, weitergerissen von der gewohnten treibenden Gier nach Neuem, betäubt in der Sucht der Unruhe nach “Weiter".

Bilder, die nach dem Prinzip des "Drive-By-Shootings" auf Reisen auf der ganzen Welt, vor allem aber in Europa und Asien gemacht sind. Nicht inszeniert, wahr- und aufgenommen im Vorbeifahren aus dem Auto oder beim Laufen durch die Städte. Assoziativ zusammengestellt, oft Symbole, Textfetzen im Landschafts- oder Stadtbild, Formen und Dinge, die "Schlüsselreize" darstellen. "sign und nicht-sign" - flüchtig Der Titel "sign und nicht-sign", eine Anspielung auf die Gleichzeitigkeit von verschiedenen Wahrnehmungsebenen ist und eine Erweiterung des Shakespearischen dualistischen Grundsatzes "sein oder nicht sein" ist - gewissermassen aktualisiert und in die heutige digitale Welt übertragen. "Nothing is just good or bad but thinking makes it so". Auch das ist Shakespeare, diesmal aber schon im orginal zeitlos.

Die Bilder sind selektierte Wahrnehmungen, dokumentiert in "digitaler Lomografie". Die Selektion vorgenommen durch die individuelle Brille des Bildhauers, der wie jeder seinen individuellen Film in dem der allgemeinen Traum der Welt erlebt, die auch als eine Schnittmenge der eindividuellen Träume beschreibbar ist. Ein Ausschnitt aus diesem indviduellen Film sind die Fotos - "stills from my film". Mal willkürlich, mal thematisch oder erzählend zusammengestellt, erzählen sie jedem Betrachter die Geschichte der eigenen Assoziationen, die vielleicht ganz anders ist als die des Fotografen. Mit den gleichen 4 Bildern. Je nachdem welche Knöpfe im Speicherbewusstsein des Betrachters gedrückt werden.

Konrad Schreyer

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Biografie:

1976
geboren in Stuttgart

1990
Studium an der Kunstschule Filderstadt in der Bildhauerklasse bei HWP Diedenhofen

1996
Aufnahme des Studiums der Freien Bildhauerei an der Kunstakademie Stuttgart bei Prof. Karl-Henning Seemann, Karin Sander und Prof. Micha Ullman

2004 (nur wenige Tage nach der Finissage) durch einen tragischen Unfall gestorben

Ausstellungen:

1996
4.Filderstädter Kulturwochen -"Skulptur, Plastik, Objekt" Ausstellung der Bildhauerklasse HWP Diedenhofen der Kunstschule Filderstadt

1997
Werkstattausstellung der Kunstschule Filderstadt in der Städtischen Galerie Filderstadt
"Music & Arts" im Landespavillon Stuttgart -Sommerausstellung der Kunstakademie Stuttgart

1998
Sommerausstellung der Kunstakademie Stuttgart
"19 Sprachen" Ausstellung der Klasse Micha Ullman in der Städtischen Galerie Turmschulhaus Backnang "Sequenzen" Nominierung Jugendkunstpreis Baden-Würtemberg im Geno-Haus Stuttgart
"Traumbilder" 5.Filderstädter Kulturwochen
Live-Kettensägen-Performance in Zusammenarbeit mit PHASE 4 im Künstlerhaus Stuttgart

1999
"Viel ist oft mehr" Ausstellung der Klasse Ullman in der Galerie Sebastianskapelle Ulm
"Zauberberg Killesberg" Sommerausstellung der Kunstakademie
"Expressgut" -Kettensägenperformance, Gesamtausstellung der Kunstakademie im Stuttgarter Hauptbahnhof
"10 Jahre Kunstschule Filderstadt" Bernhauser Bank Filderstadt
"Raum
Innen-Aussen" im Rahmen von "Zeit der Buddhas" Lindenmuseum Stg.
"Kunst im RAUM in der Kunst" Zoofestsääle Wuppertal

2000
"Raumobjekte / Blickfang" incl. Kettensägenperformance, Liederhalle Stg.
"Stuttgart 22" Atelierhaus Stuttgart
"Kunstprojekte im Rot- und Schwarzwildpark"Bärenschlöße Stuttgart
Bildhauersymposium "Kunst im Wald" Rot-und Schwarzwildpark, Stuttgart
"Und Tschüss...Wir stellen aus-sie stellen raus" Galerie im Kornhauskeller, Ulm
"Raum & Skulptur" Galerie Timm Gierig in der Kanzlei BakerMcKenzie, Frankfurt/M

2001
Gesamtausstellung der Kunstakademie Stuttgart, Karlskaserne Ludwigsburg
"Raum Skulptur Relief", Galerie Coiffeur Burg, Musberg
"Grenzen überschreiten" Bildhauersymposium und Skulpturengang in Bad Rappenau
"Niveau" Klasse Ullman, Schloss Solitude
Sommerausstellung Kunstakademie Stuttgart
"Lucas-Schreyer-Sommer" Galerie Timm Gierig im Leinwandhaus, Frankfurt/M
Kettensägenperformance: Nürtinger Forst
Kettensägenperformance: Skulptur aus der letzen Sindelfinger Ulme

2002
Ausstellung mit Bernhard Walz , Galerie Friedrichsstr.13, Stuttgart'
"sign und nicht sign- Holzreliefe und Fotografien", Galerie der Stadt Sindelfingen im Alten Rathaus Maichingen

 

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